Frauenberuf Pflege - warum verdienen Männer trotzdem mehr?
- Jan Honegger
- 14. Mai
- 1 Min. Lesezeit
Auch in typischen Frauenberufen wie der Pflege bestehen weiterhin deutliche Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen. Laut Daten des Bundesamts für Statistik liegen die Unterschiede bei vergleichbaren Voraussetzungen teilweise bei mehreren hundert Franken pro Monat. Und das trotz gleichem Alter, ähnlicher Berufserfahrung, gleicher Wochenarbeitszeit und gleichem Kanton.
Gerade deshalb halte ich Lohntransparenz für enorm wichtig. Denn solange kaum offen über Löhne gesprochen wird, bleiben Ungleichheiten oft unsichtbar oder werden als Einzelfälle abgetan.
Ich habe hier auf meinem Blog vor längerer Zeit anonymisierte Lohnauszüge aus der Pflege veröffentlicht. Die Rückmeldungen darauf waren allerdings eher gering. Viele möchten zwar wissen, was andere verdienen, aber nur wenige sind bereit, ihre eigenen Zahlen offenzulegen. Verständlich irgendwo. Gleichzeitig macht genau dieses Schweigen echte Transparenz fast unmöglich.
Und ja: Das Sammeln, Prüfen, Anonymisieren und Vergleichen solcher Daten ist extrem zeitaufwendig.
Die spannende Frage ist für mich: Woran liegt dieser Unterschied konkret?
Verhandeln Männer aggressiver oder selbstbewusster? Fordern Männer häufiger höhere Einstiegslöhne? Werden Männer in der Pflege unbewusst anders wahrgenommen oder schneller gefördert? Oder spielen ganz andere strukturelle Faktoren eine Rolle?
Mich würde ehrlich interessieren, wie ihr das erlebt, sowohl Männer als auch Frauen aus der Pflege. Habt ihr Unterschiede festgestellt bei Lohnverhandlungen, Einstufungen oder Entwicklungsmöglichkeiten?




Kommentare