Von der Langzeitpflege in die Psychiatrie – Mein 360°-Wechsel
- Jan Honegger
- 3. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Auf meinen Aufruf auf LinkedIn, dass ich mich beruflich neu orientiere, habe ich mit vielem gerechnet, aber nicht mit dieser Resonanz. Ich wurde regelrecht überrollt von Nachrichten, Angeboten und Möglichkeiten. Zeitweise kam ich kaum hinterher, alles zu lesen, zu prüfen und zu beantworten.
Ganz ehrlich: Das war überwältigend.
Und es zeigt auch, wie gefragt wir im Gesundheitswesen aktuell sind.
An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an alle, die sich gemeldet haben, mir Chancen aufgezeigt oder einfach Interesse gezeigt haben. Das weiss ich wirklich zu schätzen.
Und jetzt ist die Entscheidung gefallen: Ich habe eine Zusage der Psychiatrische Universitätsklinik Rheinau erhalten.
Ab dem 1. August werde auf einer Station arbeiten mit den Schwerpunkten Abhängigkeit, Entzug und Entwöhnung.
Nach rund 15 Jahren in der Langzeitpflege ist das für mich kein kleiner Schritt, sondern ein kompletter Perspektivenwechsel.
Ein anderes Setting. Andere Dynamiken. Andere Herausforderungen. Kurz gesagt: ein 360°-Wechsel.
Warum dieser Schritt?
Der psychiatrische Bereich hat mich schon lange interessiert. Aber wenn man ehrlich ist: Der Wechsel ohne direkte Berufserfahrung kostet Überwindung.
Ich habe diesen Schritt lange hinausgezögert.
Nicht, weil ich nicht wollte, sondern weil ich wusste, dass es unbequem wird. Doch heute weiss ich, dass ich bereit dafür bin.
Was ich erwarte:
Es wird anspruchsvoll, es wird herausfordernd und es wird definitiv nicht immer angenehm. Aber genau da passiert Entwicklung.
Ich freue mich extrem auf das, was kommt, fachlich wie persönlich. Und ich bin sehr dankbar, diese Chance zu erhalten.
Ich möchte nicht einfach nur ankommen. Sondern mich weiterentwickeln, mich weiterbilden und auch in diesem Bereich meinen Platz finden.




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